Bereits 1898 fanden Menschen mit Beeinträchtigungen in Hartheim ein Zuhause. Auch heute versuchen wir, ihnen die bestmögliche Begleitung und Betreuung zu bieten.

Zeitleiste

Die neue Tagesstruktur in Marchtrenk wird kurz nach Jahresbeginn eröffnet und bietet internen und externen KlientInnen eine ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechende Beschäftigung. Im Herbst erhält das Institut Hartheim eine neue Doppelgeschäftsführung. Mag.a Sandra Wiesinger übernimmt dabei die agogische Geschäftsführung und Mag. Thomas Reinprecht die wirtschaftliche.

Aus den KULTURFORMENHARTHEIM werden KULTURFORMEN, organisatorisch werden sie zu einem kooperativen Kulturprojekt des Institutes Hartheim, der GSI-Gesellschaft für Soziale Initiativen sowie der Schön für besondere Menschen. Mit der Galerie KULTURFORMEN am Linzer Pfarrplatz erhalten sie neue Ausstellungsräume, die Kunst von Menschen mit Beeinträchtigungen auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. In Schloss Hartheim verbleibt lediglich das Archiv, das sich um die Dokumentation und Aufbereitung der gesammelten Kunstwerke aus dem Atelier kümmert. Die Galerieräume im Schloss Hartheim werden aufgegeben und nunmehr einer anderweitigen Nutzung zugeführt.

Unter der Leitung von Mag.a Krystyna Cieslawski-Banet wird intensiv an der Weiterentwicklung der Agogischen Konzepte gearbeitet und ein sogenanntes Vier-Säulenmodell entwickelt, auf dem die Betreuungs- und Begleitungsarbeit im Institut Hartheim ruht.

In den folgenden Jahren erhält vor allem die Bildung einen besonderen Stellenwert. Mit der Schaffung der HARTHEIM IMPULSE wird eine Bildungsplattform ins Leben gerufen, die sich den aktuellen Themen im Sozialbereich, schwerpunktmäßig der Behindertenhilfe, widmet. Per Beschluss der Sozialabteilung des Landes Oberösterreich wird der stark sanierungsbedürftige Bauteil III nicht saniert, sondern es entstehen stattdessen dezentrale Wohn- und Beschäftigungseinrichtungen im oberösterreichischen Zentralraum. 

Konsulent Dir. Dr. Günther Weixlbaumer übergibt die Geschäftführung des Institutes Hartheim an Mag. Josef Leitner. Die langjährige Agogische Leiterin Mag.a Krystyna Cieslawski-Banet und Mag. Thomas Weixlbaumer werden zu Mitgliedern in der Geschäftsleitung.

Die einzelnen WOFF Projekte erfahren ihren baulichen Abschluss und stehen den neuen KlientInnen zur Verfügung. Die einzelnen Wohngemeinschaften verfügen auch über sogenannte Satellitenwohnungen, die sich an BewohnerInnen mit höherem Selbständigkeitsgrad richten und nur teilbetreut sind.

Wohnhaus Neuhofen:

Wohnhaus Marchtrenk:

Im Rahmen der Wohnoffensive (WOFF) des Landes Oberösterreich und der Ausgleiderung von Werkstätten und Wohngemeinschaften entstehen zahlreiche neue Zweigstellen des Institutes Hartheim  im oberösterreichischen Zentralraum. Neben den Projekten WOFF Marchtrenk, WOFF, Neuhofen, WOFF Ottensheim, WOFF Feldkirchen wird intensiv am Aus- und Umbau der Auingerhofes in Prambachkirchen gearbeitet. Der Auingerhof soll nach abgeschlossener Renovierung vor allem Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung einer besonders intensiven Begleitung bedürfen, ein ideales Lebensumfeld bieten. Im Institut werden die Wohn- und Beschäftigungsangebote für schwer mehrfach beeinträchtigte Menschen weiter ausgebaut. Im Sinne einer zeitgemäßen Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen wird intensiv an einer Weiterentwicklung der agogischen Konzepte gearbeitet.

Der Zubau am Wohnhaus in Oberlandshaag und der Auingerhof in Prambachkirchen öffnen ihre Pforten für die neuen BewohnerInnen. In der neuen Außenstelle in Prambachkirchen entstehen darüber hinaus Werkstättenangebote im Rahmen der Tagesstruktur.

In Straßham wird ein ehemaliges Fabriksgebäude gekauft, in welchem nach der Renovierung und dem Umbau verschiedene Tagesstrukturangebote mit textilem Schwerpunkt  untergebracht werden. Konsulent DI Anton Strauch übergibt seine Funktion als Obmann der GSI nach 50jähriger Tätigkeit an Mag. Dr. Wolfgang Schwaiger.

Die KUNSTFORMENHARTHEIM, eine Präsentationsplattform für kreative Werke von Menschen mit geistigen und mehrfachen Beeinträchtigungen, werden gegründet und bekommen im dritten Obergeschoss des Schlosses Hartheim großzügige Ausstellungsräume samt angeschlossenem Archiv. Im Wirtschaftstrakt des Schlosses startet das Institut mit dem Café Lebenswert ein sozialökonomisches Tagesstrukturprojekt. Mit dem Umbau des „Doktorhauses“ in Oberlandshaag und der Renovierung des ehemaligen "Mesnerhauses" am Annaberg erhält das Institut weitere Außenstellen im Bereich Wohnen und der Tagesstruktur. Dieser Trend folgt dem Paradigmenwechsel in der Behindertenarbeit Oberösterreichs. Im Schloss Hartheim wird die Landessonderausstellung "Wert des Lebens" eröffnet.

Die positiven Erfahrungen mit dem Angebot des „Betreuten Wohnens“ führen zu einem weiteren Ausbau dieser Wohnform. In der Allentstaße wird ein Einfamilienhaus gekauft  und für diesen Zweck umgebaut.

„Betreutes Wohnen“ stellt eine neue Wohnform für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen dar. Die erste Gruppe findet in umgestalteten Räumlichkeiten im Personalwohnhaus entsprechend Platz. Auch die Tagesstruktur erfährt mit der Errichtung einer Kleintierhaltung eine Erweiterung.

Der Trägerverein des Institutes Hartheim, der OÖ Landeswohltätigkeitsverein, ändert seinen Namen in GSI, Gesellschaft für Soziale Initiativen. Erstmals präsentiert sich das „Kraud&Ruam“ Theater mit einer Aufführung in der Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Hart:Heim:Suchung“  werden geschichtliche Aspekte, vor allem während der nationalsozialistischen Herrschaft, künstlerisch aufgearbeitet. 

Das sanierungsbedürftige Schloss Hartheim wird entmietet und einer Generalsanierung unterzogen. Es wird mit Vorbereitungsarbeiten für eine Landessonderausstellung „Wert des Lebens“ begonnen.

Der neu renovierte, sogenannte Bauteil II beherbergt nunmehr neben Wohngruppen auch den integrativen und heilpädagogischen Kindergarten und Hort.

Ein neu gestaltetes Doppelwohnhaus auf dem Gelände des Institutes Hartheim bietet zwei Wohngruppen ein neues Zuhause.

Das Atelier Neuhauserstadl wird mit dem kleinen Landespreis für initiative Kulturarbeit ausgezeichnet. Im selben Jahr beginnt auch eine Sanierung der bestehenden Institutsgebäude und deren umfassende Umstrukturierung.

Das Institut erfährt eine räumliche Erweiterung. Für die sogenannten Pflegewohngruppen, die umfangreichen medizinisch-therapeutischen Angebote und den Pflegestützpunkt wird ein eigener Gebäudekomplex geschaffen. Das Institut Hartheim erhält in diesem Jahr auch mit dem Jungmeierhof seine erste Außenstelle im Ortsteil Straß. Am Prägartenhof im Ortsteil Gstocket werden Angebote der Tagesstruktur neu installiert. 

Im Mai findet eine kleine Eröffnungsfeier für den neu gestalteten Therapiegarten sowie das Atelier statt.

Konsulent Dir. Dr. Günther Weixlbaumer übernimmt die wirtschaftliche und pädagogische Leitung des Institutes Hartheim. Mit dem Beginn der 90er Jahre setzt eine rege inhaltliche Auseinandersetzung ein, zahlreiche Neuerungen in der psychologisch-pädagogischen Betreuung und Begleitung sowie in der medizinisch-therapeutischen Versorgung werden durchgeführt. Darüber hinaus werden umfangreiche verwaltungstechnisch notwendige Veränderungen vorgenommen. Die Angebote in den Bereichen Wohnen, Beschäftigung und Freizeit für die KlientInnen werden ausgebaut und auf den neuesten pädagogischen Stand gebracht.

Monsignore Prof. Dir. Erber übergibt die Institutsleitung an Dir. Herbert Lunglmayr, der bereits seit zwei Jahren als pädagogischer Leiter tätig ist. Die Verwaltungsleitung übernimmt Mag. Kuno Haas.

Aus dem 1976 begonnenen Ausbildungslehrgang wird der Caritaslehrgang für „Behindertenfachbetreuer“.

Auf dem Institutsgelände entsteht ein weiteres Gebäude für Wohngruppen und Beschäftigungsangebote sowie ein Turnsaal.

Für die Schulabgänger im Institut wird eine „Beschäftigungstherapie“ eingerichtet.

Im Institut beginnt ein Ausbildungslehrgang für MitarbeiterInnen des Institutes Hartheim. Die Leitung des Lehrgangs übernimmt HR Dr. Florian Zehethofer.

Aufgrund der vielen benötigten Betreuungsplätze wird das Institut Hartheim um einen weiteren Gebäudetrakt erweitert. 

Unter der Leitung von HR Dr. Florian Zehethofer wird im Institut Hartheim eine Expositur des Landessonderschule I aus St. Isidor eingerichtet. Im Mai wird das neue Institut eingeweiht, ebenso die Gedenkräume für die Opfer der „Euthanasieanstalt Schloss Hartheim“.

Im Herbst ziehen die ersten Kinder mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung im neu errichteten Institut ein. Die Betreuung und Pflege erfolgt durch geistliche Schwestern verschiedener Kongregationen. Die Leitung des Hauses übernehmen Monsignore Prof. Dir. Georg Erber und Schwester Rhabana Desl.

Am 21. September wird unter Teilnahme zahlreicher Würdenträger der Grundstein zum heutigen Institut Hartheim in unmittelbarer Nähe zum Schloss Hartheim gelegt.

 Die Vereinsleitung formuliert das Ziel, wieder ein „Heim für Bildungsunfähige“ zu errichten.

 Der OÖ Landeswohltätigkeitsverein bekommt sein Vermögen rückerstattet und damit auch Schloss Hartheim.

Bereits im September wird der OÖ Landeswohltätigkeitsverein wieder reaktiviert.

 Während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft wird Schloss Hartheim zu einer Mordstätte, in der über 30.000 Menschen den Tod finden. Geistig beeinträchtigte und psychisch kranke Menschen sowie RegimegegnerInnen und Gefangene aus Konzentrationslagern erleiden im Schloss einen grausamen Tod durch Vergasen.

Der OÖ Landeswohltätigkeitsverein wird enteignet und aufgelöst.

Die Nachfrage nach geeigneten Betreuungsplätzen für beeinträchtigte Menschen ist groß und so steigt die Anzahl an KlientInnen stetig an. Besonders während des ersten Weltkriegs und den entbehrungsreichen Jahren der Wirtschaftskriese kann die Betreuung nur mit großer Mühe aufrechterhalten werden. Das Fehlen von Medikamenten und ausreichend Nahrung in dieser Zeit fordert auch unter den BewohnerInnen Opfer.

Nach der Stiftung des Schlosses Hartheim durch Fürst Camillo Heinrich Starhemberg an den OÖ Landeswohltätigkeitsverein wird am 24. Mai die „Behindertenanstalt Schloss Hartheim“ feierlich eröffnet und eingeweiht. Die ersten zehn „Pfleglinge“ werden aufgenommen und in die Obhut von geistlichen Schwestern übergeben.

Gründung des OÖ Landeswohltätigkeitsvereins: Am 10. Mai findet die Gründungsversammlung des OÖ Landeswohltätigkeitsvereins in Linz statt. Ziel des Vereins ist es, eine Einrichtung für geistig und mehrfach beeinträchtigte Menschen aller Altersstufen zu schaffen.

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