Geschichte

1893 

Am 10. Mai findet die Gründungsversammlung des OÖ. Landeswohltätigkeitsvereines in Linz statt. Ziel des Vereines ist es, eine Einrichtung für behinderte Menschen zu schaffen.

1896-1898

Fürst Camillo Heinrich Starhemberg beabsichtigt, dem OÖ. Landeswohltätigkeitsverein Schloss Hartheim zu schenken. Am 24. Mai 1898 wird die „Behindertenanstalt“ Schloss Hartheim eröffnet und eingeweiht. Es werden 10 „Pfleglinge“ aufgenommen. Die Betreuung übernehmen geistliche Schwestern. In der „Behindertenanstalt“ wird reformpädagogisch gearbeitet. Sie erfreut sich regen Zuspruchs. 

1938

Der OÖ. Landeswohltätigkeitsverein wird enteignet, aufgelöst und aus dem Vereinsregister gelöscht.

1939-1945

Während der Zeit des Nationalsozialismus ist Schloss Hartheim eine Mordstätte. Behinderte, psychisch Kranke und Menschen, die in Konzentrationslagern gefangen gehalten worden sind, werden im Schloss vergast.

1945

Im September wird der OÖ. Landeswohltätigkeitsverein reaktiviert.

1948

Der OÖ. Landeswohltätigkeitsverein erhält Schloss Hartheim zurück.

1962-1964

Im September 1962 formuliert die Vereinsleitung das Ziel, ein „Heim für Bildungsunfähige“ zu errichten.

1965

Am 21. September wird der Grundstein für das Institut Hartheim gelegt.

1968

Im September ziehen die ersten Kinder in das Institut Hartheim ein. Sie werden von geistlichen Schwestern betreut. Die Leitung des Hauses haben Monsignore Prof. Dir. Georg Erber und Schwester Rhabana inne.

1969

Unter der Leitung von HR Dr. Florian Zehethofer wird in Hartheim eine Expositur der Landessonderschule I/St. Isidor eingerichtet. Im Mai wird das neue Institut eingeweiht, ebenso die Gedenkräume für die Opfer der NS-Zeit im Schloss Hartheim.

1972-1974

Der Bauteil II des Institutsgebäudes wird umgesetzt.

1976

Im Institut beginnt ein Ausbildungslehrgang für Mitarbeiter des Institutes. Die Leitung übernimmt HR Dr. Florian Zehethofer. 

1978

 Es wird eine Beschäftigungstherapie für Schulabgänger eingerichtet.

1980

Das Institutsgebäude Bauteil III mit Räumlichkeiten für die Beschäftigungstherapie und dem Turnsaal wird fertiggestellt.

1985

 Aus dem 1976 begonnenen Ausbildungslehrgang wird der Caritaslehrgang für Behindertenfachbetreuer.

1987

Direktor Monsignore Prof. Erber übergibt die Institutsleitung an Direktor Herbert Lunglmayr, der bereits seit zwei Jahren als pädagogischer Leiter tätig ist. Schwester Rhabana übergibt die Verwaltungsleitung an Mag. Kuno Haas.

1990

Dir. Dr. Günther Weixlbaumer übernimmt die Institutsleitung. Mit Beginn der 90er Jahre beginnt eine rege inhaltliche Auseinandersetzung, zahlreiche Neuerungen im therapeutischen, psychologisch-pädagogischen und medizinischen Bereich werden eingeführt. Darüber hinaus werden verwaltungstechnisch notwendige Veränderungen vorgenommen. Die Generalsanierung des Institutes wird durchgeführt, die Angebote in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit werden verbessert. Einige wesentliche Daten werden hier hervorgehoben.

1994

Im Mai findet die Eröffnungsfeier für den Therapiegarten, das Atelier sowie den Seminarraum statt.

1995 

Im Sommer wird der Bauteil VI, das Wohn-, Therapie- und Ambulanzgebäude seiner Bestimmung übergeben. Auch die bauliche Neu- und Umgestaltung des Jungmeierhofes, der ersten Außenstelle, wird abgeschlossen. Die Weberei zieht als erste Werkstätte in den Prägartenhof nach Gstocket. Eine neue Zufahrt zum Institutsgebäude, die auch eine Verbesserung der Parkplatzsituation mit sich bringt, wird gebaut. Die Zufahrt wird von einer Baumallee gesäumt.Die ersten Bewohner ziehen in die Einrichtung „Schön für behinderte Menschen“ in Micheldorf, die in enger Kooperation mit dem Institut Hartheim geführt wird.

1996

Das Atelier Neuhauserstadel wird mit dem kleinen Landespreis für Initiative Kulturarbeit ausgezeichnet. Im selben Jahr wird der adaptierte Bauteil I des Institutsgebäudes, in dem Wohngruppen, die Verwaltung, Wirtschaftsräume und die Schule untergebracht sind, eröffnet. Ein Obstgarten mit alten Sorten schließt das Institutsareal nach Norden ab.

1997

Das Doppelwohnhaus für die Wohngruppen Amigo und Aussicht wird seiner Bestimmung übergeben.

1998

Im Herbst wird der adaptierte Bauteil II des Institutsgebäudes mit den Räumen für Wohngruppen und Kindergarten seiner Funktion übergeben.

1999

Schloss Hartheim wird entmietet. Ein Wohnblock mit Ersatzwohnungen wird bereit gestellt. Es wird mit den ersten Vorbereitungsarbeiten für die Ausstellung „Wert des Lebens“, begonnen. Ab diesem Jahr steht eine Außensportanlage, die sich im Westen des Institutsgebäudes befindet, zur Verfügung. Eine Lagerhalle wird errichtet.

2000

Erstmals tritt das „Kraud & Ruam Theater“ mit einer Aufführung an die Öffentlichkeit. Es spielt: HartHeimSuchung. Der OÖ. Landeswohltätigkeitsverein hat einen neuen Namen: GSI – Gesellschaft für soziale Initiativen.

2001

„Betreutes Wohnen“ stellt eine neue Wohnform für erwachsene Betreute dar. Die erste Gruppe wird im Personalhaus in der Anton-Strauch-Allee 1 situiert. Ebenso wird mit dem Bau der neuen Kleintierhaltung begonnen.

2002

In der Allentstraße wird ein Einfamilienhaus gekauft, das vier Bewohnern des Institutes als neues Zuhause  im Rahmen des „Betreuten Wohnens“ dient.

2003

Im Wirtschaftstrakt des Schlosses Hartheim beginnt das Institut mit einem sozialökonomischen Projekt - einem Kaffeehaus. Die KUNSTFORMENHARTHEIM, eine Präsentationsplattform für kreative Werke von Menschen mit Beeinträchtigungen wird im Schloss Hartheim auf Initiative des Institutes eingerichtet. Es kommt zu einer partiellen Umgestaltung des Therapiegartens aufgrund des Baues der Martin-Buber-Landesschule. Zwei neue Glashäuser bilden nun das Zentrum der Gärtnerei. Das alte „Doktorhaus“ in Oberlandshaag (Gemeinde Feldkirchen) wird gekauft, die erste Wohngruppe zieht ein. Das Institut Hartheim folgt somit dem Paradigmenwechsel in der Behindertenarbeit und setzt ihren Weg, Außenstellen einzurichten, weiter fort. Das alte Messnerhaus am Annaberg wird gepachtet und steht nach seiner Renovierung den Erlebnisgruppen zur Verfügung.

2004

Das Fabriksgebäude der Firma Hager in Straßham wird gekauft, in welches nach der Renovierung und Umgestaltung verschiedene Werkstätten aus dem Bereich „Hilfe durch Beschäftigung“ übersiedeln. Konsulent Dipl. Ing. Anton Strauch legt seine Funktion als Obmann der GSI (vormals OÖ. Landeswohltätigkeitsverein) nach 50jähriger Tätigkeit zurück. Mag. Dr. Wolfgang Schwaiger folgt ihm in dieser Funktion nach.

2005

Die Restaurierungen am ehemaligen "Doktorhaus" und der Neubau in Oberlandshaag werden abgeschlossen, die beiden Wohngruppen "Welle" und "Wasserberg" können nunmehr die großzügigen Wohnräume zur Gänze beziehen. In Prambachkirchen sind die ersten Umbauarbeiten am "Auingerhof" fertig gestellt und die ersten beiden Wohngruppen übersiedeln aus dem Institut nach Mittergallsbach.

2006

Im Rahmen der Wohnoffensive (WOFF) des Landes Oberösterreich und der Ausgliederung von Werkstätten und Wohngemeinschaften entstehen zahlreiche neue Zweigstellen des Instituts Hartheim. Neben den Projekten WOFF Marchtrenk, WOFF Neuhofen, WOFF Ottensheim, WOFF Feldkirchen wird intensiv am Aus- und Umbau des Auingerhofes in Prambachkirchen gearbeitet. Der Auingerhof bietet schwerpunktmäßig Menschen, die aufgrund ihrer geistigen Beeinträchtigung einer besonders intensiven Betreuung bedürfen, ein ideales Lebensumfeld, da es über entsprechende Rückzugsmöglichkeiten und ein entsprechendes Beschäftigungsprogramm verfügt. Im Institut Hartheim wird neben der Wohngruppe "WELA" eine weitere für schwerst mehrfach beeinträchtigte Menschen mit dem Namen "AIDA" eröffnet. Diese beiden Wohngemeinschaften bieten neben einer pädagogischen Begleitung auch umfassende Pflege von medizinisch geschultem Personal. Im Sinne einer optimalen pädagogisch-psychologischen Betreuung widmete sich das Haus verstärkt den neuen Herausforderungen der Begleitung von geistig und mehrfach beeinträchtigten Senioren.

2007

Besondere Aufmerksamkeit wird in diesem Jahr der finalen Planung und Umsetzung der Wohnoffensiveprojekte gewidmet. Diese neuen Wohnobjekte kurz WOFF genannt sind Teil einer umfangreichen Initiative des Landes Oberösterreich zugunsten von Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Im November kann bereits die Wohnoffensive „Neuhofen“ die ersten Betreuten aufnehmen. Die neue Zweigstelle in Neuhofen verfügt über eine Stammwohnung für sechs Personen, während für weitere vier Personen, die eine höheren Selbständigkeitsgrad aufweisen, eine sogenannte Satellitenwohnung zur Verfügung steht.

2008

Das Jahr 2008 ist ein ganz besonderes, feiert das Institut Hartheim doch sein vierzigjähriges Bestehen. Dieses runde Jubiläum wird zum Anlass genommen, um für alle Betreuten spezielle Anbote bereit zu halten. Neben einem „Blaulichtag“, der den Bewohnern einen Blick in die unterschiedlichen Einsatzfahrzeug erlaubt, bereichern Ausflüge in den Tiergarten Schönbrunn und Schifffahrten auf der Donau das Freizeitprogramm unserer Betreuten. Nicht vergessen wird auch auf die engagierten Mitarbeiter/innen, für die im November eine Feier anlässlich des Jubiläums veranstaltet wird. Mit der Eröffnung von weiteren drei Einrichtungen der Wohnoffensive in Marchtrenk, Ottensheim und Feldkirchen sowie einer Tagesheimstätte für schwerst beeinträchtigte Menschen in Wels macht sich das Institut Hartheim selbst ein kleines Jubiläumspräsent zum Vierziger.

2009

Die Dezentralisierung der Wohn- und Arbeitsbereiche der Klienten schreitet voran, so kann eine Tagesstruktur-Außenstelle in Feldkirchen an der Donau eröffnet werden. Eine weitere Außenstelle geht in Alkoven, im Ortsteil Hartheim in Betrieb. In der letztgenannten  befindet sich auch ein Verkaufsraum für Fahrräder. Nach einem Brand, bei dem Gott sei Dank keine Menschen zu Schaden kommen, müssen die Räume der Weberei und der Siebdruckwerkstätte im Prägartenhof renoviert und neu eingerichtet werden. Den Wünschen und Bedürfnissen der Eltern entgegenkommend, wird der Kindergarten des Institutes ab Jänner ganzjährig geführt. Die KulturFormenHartheim geben kräftige Lebenszeichen: Das Theater "Kraud&Ruam" erarbeitet das Stück "Sehnsucht" und bringt es im Kulturzentrum HOF in Linz zur Aufführung. In den Galerieräumen der KulturFormen findet die Ausstellung "tales of a borderline" statt. In der Videolounge der Hypobank Linz wird der Film "Raumschiff Hartheim" präsentiert. Der Adventmarkt, ein Higlight in der Vorweihnachtszeit, feiert sein 20-jähriges Jubiläum.

2010

Die Kapelle des Institutes wird nach umfassenden Renovierungsarbeiten und einer Neugestaltung als Meditations-, Kapellen und Versammlungsraum wieder für das Institut nutzbar. Die Tagesstruktur „Metallwerkstätten“ in unmittelbarer Nähe zum Schloss Hartheim und die Tagesstruktur in Feldkirchen werden offiziell eröffnet. Eine groß angelegte Feuerwehrübung mit über 180 Einsatzkräften probt den Ernstfall eines Brandes im Institut Hartheim. Auf pädagogischem Feld setzt man sich unter anderem intensiv mit einem professionellen Deeskalationsmanagement auseinander. Erstmals findet ein „Hartheimer Sportlerfest“ statt, bei dem die sportlich aktiven Klienten/innen für ihre Erfolge geehrt werden. Die KULTURFORMENHARTHEIM versuchen in Kooperation mit der Abteilung Kommunikation ihr Betätigungsfeld zu erweitern und bieten Schulklassen spezielle Begleitungen durch die Ausstellungen an. Die GSI erhält einen neuen Vereinsvorstand, ebenso wird der Aufsichtsrat der Institut Hartheim gemeinnützigen BetriebsGmbH umgestaltet.

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SPENDENBEGÜNSTIGUNG

Die Spendengebarung unserer Einrichtung entspricht den strengen Anforderungen des Spendegütesiegels.

Seit Ende November 2009 sind auch Spenden an das Institut Hartheim steuerlich absetzbar. Detailinformationen dazu finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen.

FAMILIENBERATUNG

Im Rahmen unserer Familienberatungsstelle unterstützt ein Team von Fachleuten Eltern und Angehörige bei der Bewältigung von auftretenden Problemen. Dieses Angebot wird finanziell durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend unterstützt.