SPENDENBERICHT 2011

Mobilitätshilfen für Menschen mit mehrfacher Beeinträchtigung

Mit den erworbenen Spezialfahrrädern für die Wohngruppen sowie die externen Klienten/innen der Fähigkeitsorientierten Aktivität unserer Einrichtung kann nunmehr auch schwerst körperlich und mehrfach beeinträchtigten Menschen die Möglichkeit geboten werden, an Fahrradausflügen teilzunehmen. Es handelt sich hierbei um Fahrräder, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten/innen abgestimmt werden können. Diese verfügen darüber hinaus über einen entsprechenden Elektromotor, der im Bedarfsfall zugeschaltet werden kann. Mit den behindertengerechten Spezialfahrrädern können wir den uns anvertrauten Menschen nicht nur eine sinnvolle Freizeitgestaltung anbieten, sondern auch deren Wahrnehmungsfähigkeit und Mobilität fördern und unterstützen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Sinne des Normalisierungsprinzips.

Ausstattung des integrativen und heilpädagogischen Kindergartens und Horts

Schlitztrommel

Die Förderung der Sinneswahrnehmung und musikalischen Fähigkeiten von geistig und mehrfach beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen des integrativen/heilpädagogischen Kindergartens und Horts im Institut Hartheim bildet einen bedeutsamen Anteil an der ganzheitlichen Förderung dieser. Die Schlitztrommel ist ein Rhythmusinstrument, das auch Menschen mit schwerer geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung erlaubt, Musik und Rhythmus mit allen Sinnen zu erleben. Auf der Schlitztrommel sitzen, liegen, oder die Hände auf das Instrument legen, während andere Personen darauf spielen, ermöglicht den Klienten/innen die Musik nicht nur zu hören, sondern auch zu erfühlen. Diese Schlitztrommel soll vor allem in unserem integrativen Kindergarten mit seinen heilpädagogischen Gruppen und im angeschlossenen Hort zum Einsatz kommen.

Snoezelenraum

Die bestmögliche Förderung der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, die unseren integrativen und heilpädagogischen Kindergarten und Hort besuchen, stellt einen zentralen Aspekt in der Arbeit unseres engagierten Betreuerteams dar. Gerade in den heilpädagogischen Gruppen beinhaltet diese pädagogische Arbeit zahlreiche Angebote der „Basalen Stimulation". Um in diesem Bereich auch professionell und klientenzentriert arbeiten zu können, soll nunmehr ein eigener „Snoozelenraum" eingerichtet werden.

Bikeport Marchtrenk

Eine interessante und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung sind ebenso wie eine nachhaltige Gesundheitsförderung zentraler Bestandteil in der Betreuungsarbeit unserer Einrichtung. So haben wir im vergangenen Jahr verstärkt auch in unseren Außenstellen Spezialfahrräder erworben. Um diese sicher vor Diebstahl und witterungsgeschützt aufbewahren zu können, war es notwendig, in der Außenstelle Marchtrenk ein verschließbares Bikeport zu errichten.

Barrierefreier Bus für Menschen mit schwerer mehrfacher Beeinträchtigung

In unserer Tagesheimstätte und in unserem Förder- und Erlebnisbereich betreuen wir im Rahmen "Fähigkeitsorientierter Aktivität" derzeit rund 120 erwachsene Menschen mit schwerer geistiger und körperlicher Beeinträchtigung. Die Schwere der Beeinträchtigung erfordert eine besonders intensive Begleitung der Klienten. Die Förderung der Klienten/innen bezieht sich in erster Linie auf den sensomotorischen Bereich und das Selbstständigkeitstraining. Dabei versuchen wir die Betreuung der Klienten/innen abwechslungsreich zu gestalten und auch ihnen, trotz der Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Umgebung zu erfahren beziehungsweise besser kennen zu lernen. Es geht um die vielfältigen Eindrücke, die sie dabei gewinnen können und zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Menschen mit Spezialrollstühlen, die mit einer Sitz- bzw. Liegeschale ausgestattet sind, können allerdings öffentliche Verkehrsmitteln nicht benützen. Auch private Fahrzeuge sind für ihren Transport in der Regel nicht geeignet. Daher war der Erwerb dieses speziell ausgestatteten, barrierefreien Busses notwendig, um auch unseren schwer mehrfach beeinträchtigten Klienten/innen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Sinne eines „inklusiven Gemeinwesens" zu ermöglichen.

Rollstuhlschaukel

Durch ihre geistige und körperliche Beeinträchtigung sind viele unserer Klienten/innen auf den Rollstuhl angewiesen. Gerade für sie ist es wichtig im Sinne der sensomotorischen Förderung, sich auf unterschiedlichste Art und Weise wahrzunehmen zu können. In einer herkömmlichen Schaukel können sie aber nicht Platz nehmen. Sie haben nicht die Kraft sich festzuhalten, ihr Körper hat nicht die Fähigkeit, den Rhythmus der Bewegung zu übernehmen. An diesen Handicaps lässt sich nichts ändern. Um ihnen trotzdem ein „Gefühl des Fliegens, der Leichtigkeit" zu ermöglichen, haben wir eine spezielle Rollstuhlschaukel erworben.

Einrichtungsgegenstände in den Wohngruppen und Werkstätten

Massagesessel

Entspannung bedeutet Wohlbefinden und Lebensqualität: Für die uns anvertrauten Menschen eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten, ist eines unserer zentralen Anliegen. Gerade Klienten/innen, die ihr Leben nicht nur mit einer geistigen, sondern auch einer körperlichen Beeinträchtigung zu meistern haben, leiden häufig unter Verspannungen. Ein spezieller, gut auf die Bedürfnisse der KlientInnen abgestimmter Massagesessel kann hier wertvolle Dienste leisten.

Sachspende Hochbeet

Im Sinne des besseren Verständnisses der Umwelt und Natur sowie der taktilen Förderung unserer Klienten/innen ermöglichen wir durch Hochbeeten auch Rollstuhlfahrer/innen diese wichtigen Erfahrungen.

Sachspende Elektromoped

Dieses E-Moped steht sowohl Klienten/innen und Mitarbeiter/innen für Erledigungsfahrten zur Verfügung.

Sponsoring Faltbuggy

Für den Transport von Klienten/innen mit schwerer mehrfacher Beeinträchtigung benötigten wir in unserem Ambulatorium für medizinisch-therapeutische Behandlungen einen speziellen Faltbuggy, der auf die individuellen körperlichen Beeinträchtigungen anpassbar ist, aber auch speziell für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet ist. Mit der Anschaffung dieses Faltbuggys wurde somit nicht nur den Therapeutinnen die Arbeit erleichtert, sondern konnte auch der Lebenskomfort unser Patienten/innen im Ambulatorium verbessert werden.

Spendenfinanzierter Betriebsaufwand:

KULTURFORMENHARTHEIM

KULTURFORMENHARTHEIM  ist eine Drehscheibe für Kunst im Kontext mit geistiger und mehrfacher Behinderung und dient der Entdeckung, Förderung und Reflexion von Kreativität und künstlerischen Ausdruck von Menschen mit geistiger Behinderung. Neben der Organisation von Präsentationen in den Galerieräumen im Schloss Hartheim, werden Künstlerworkshops organisiert, als auch eine Sammlung und ein Archiv aufgebaut, die als Grundlage für wissenschaftliche Arbeit dienen soll. Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen im In- und Ausland ist erklärtes Ziel dieses Projektes des Institutes Hartheim. Dieses Kreativangebot für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung kann nur durch finanzielle Unterstützung aus dem Spendenfond zugänglich gemacht werden.

Spendenfinanzierter Betriebsaufwand

Die Herstellung von "sozialen Kontakten" zur Außenwelt, die Schulung der Sinne, der Abbau von Ängsten sowie Aggressionszuständen, die Förderung der motorischen Fähigkeiten und die Möglichkeit selbst Verantwortung zu übernehmen, sind nur einige der positiven Auswirkungen dieser tiergestützten Therapieform. Derzeit können durch die finanzielle Unterstützung aus Spendengeldern rund 55 Betreute aus dem Institut Hartheim die Hundetherapie in Anspruch nehmen. Die Begleitung der im Institut Hartheim lebenden Menschen erfolgt nach den Richtlinien des „Normalisierungsprinzips". Dies bedeutet, auch für Menschen mit Beeinträchtigungen Angebote bereitzuhalten, die einem „normalen" Lebensrhythmus von Menschen ohne Beeinträchtigung nahe kommen. Neben entsprechenden Wohn- und Beschäftigungsmöglichkeiten beinhaltet diese pädagogische Leitidee auch unterschiedliche Freizeit- und Kurzurlaubsaktivitäten. Da einige der Bewohner/innen nicht über ausreichende Geldmittel verfügen, um derartige Angebote in Anspruch zu nehmen, unterstützt das Institut Hartheim jene mit Zuwendungen aus dem Spendenfond.

SPENDENSPIEGEL 2011

Spendeneinnahmen 2011

127.978,87

Erbschaftserlöse

0,00

Zinserträge Spendenkonto

4.070,12

Aufwand Spendenkonto

-681,22

Spendenverwendung aus Überträgen Vorperiode

51.859,89

Spendenfonds 2011

183.227,66

Spendenverwendung 2011

-127.092,99

Projektinvestitionen

-96.456,65

Mobilitätshilfen Klienten

-10.014,67

Kinderbetreuung (Snoezelenraum, Schlitztrommel)

-575,42

Bikeport Woff Marchtrenk

-15.000,00

Investitionen Therapiebereich

-6.285,50

Behindertenbus

-45.356,49

Rollstuhlschaukel

-7.296,68

Einrichtungen Klienten/Gruppen

-5.589,91

Einrichtungen TS (Werkstätten)

-4.195,00

Massagesessel

-2.142,98

Sachspenden

-2.050,00

Hochbeet

-750,00

Elektromoped

-1.300,00

Sponsoring Faltbuggy

-1.041,67

Spendenfinanzierter Betriebsaufwand

-27.544,67

Hundetherapie, Urlaubsunterstützungen

-9.053,54

Betrieb Kunstformen

-18.491,13

Übertrag auf Folgeperioden

56.134,67

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SPENDENBEGÜNSTIGUNG

Die Spendengebarung unserer Einrichtung entspricht den strengen Anforderungen des Spendegütesiegels.

Seit Ende November 2009 sind auch Spenden an das Institut Hartheim steuerlich absetzbar. Detailinformationen dazu finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen.

FAMILIENBERATUNG

Im Rahmen unserer Familienberatungsstelle unterstützt ein Team von Fachleuten Eltern und Angehörige bei der Bewältigung von auftretenden Problemen. Dieses Angebot wird finanziell durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend unterstützt.